Diese seltene Knolle einer Sonnenblumenart aus Nordamerika wird auch Erdartischocke, -apfel, Jerusalemartischocke oder Ewigkeitskartoffel genannt. Einst von der Kartoffel verdrängt, gelangt sie heute langsam wieder in den Handel. In Deutschland wird sie vorwiegend als Viehfutter und zur industriellen Herstellung von Sirup und Branntwein angebaut. Doch gibt es einige Sorten wie Bianka, Gute Gelbe und Rote Zonenkugel, die sehr delikat schmecken. Die frostharte Knolle hat Saison von Oktober bis Mai.
Die hellbraunen bis violetten, runden oder spindelförmigen Knollen müssen straff und glatt aussehen.
Im Gemüsefach des Kühlschranks halten sie sich höchstens zwei Tage.
Des Aromas wegen gart man Topinbambur am besten ungeschält. Sie schmecken sehr gut als Rohkost, gedünstet, gebraten oder püriert. Will man Topinambur schälen, erst waschen, einige Minuten blanchieren, abschrecken und dann die Haut abziehen.
Topinambur gewinnt als "Diabetikerkartoffel" an Bedeutung, da sie keine Stärke, sondern das stärkeähnliche Kohlenhydrat Inulin enthält. Zudem sind die Knollen reich an Ballaststoffen und Eisen.